
Über 60 °C
Die Temperatur im Cockpit eines F1® Rennwagens kann beim Großen Preis von Singapur 60 °C überschreiten. Die Fahrer absolvieren das Rennen unter diesen Bedingungen in Rennanzug und Helm.

Der Große Preis von Singapur ist die härteste körperliche Belastungsprobe der Saison. Doch wie bereiten sich die Fahrer von Audi Revolut F1® Team auf dieses Rennwochenende vor?
Der Große Preis von Singapur stellt die Fahrer körperlich vor die größte Herausforderung der Formel 1® Saison. Das ursprüngliche Nachtrennen der Formel 1® findet zwar unter Flutlicht statt, doch die späte Startzeit macht die Bedingungen für die Fahrer keineswegs einfacher.
Der Stop-and-Go-Charakter des Marina Bay Street Circuit verlangt in jeder Kurve höchste Präzision. Harte Bremszonen treffen auf unebenen Asphalt, der im Alltag vom normalen Straßenverkehr genutzt wird. Über die gesamte Renndistanz gibt es kaum Gelegenheit, sich im Cockpit zu erholen.
Hinzu kommen die tropischen Bedingungen. Hohe Luftfeuchtigkeit, extreme Temperaturen im Cockpit und kaum Möglichkeiten zur Abkühlung verschärfen die körperliche Belastung zusätzlich.

Auch die Renndauer spielt eine Rolle. Safety-Car-Phasen und die vergleichsweise niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit bringen den Großen Preis von Singapur regelmäßig in die Nähe des Zwei-Stunden-Limits. Das Rennen im vergangenen Jahr war das bislang kürzeste in Singapur. Selbst dieses dauerte eine Stunde und 40 Minuten und damit länger als die meisten bisher in dieser Saison ausgetragenen Grands Prix.

Fragt man einen F1® Fahrer, welches Rennen die intensivste Vorbereitung verlangt, fällt die Antwort häufig auf Singapur. Wer die Bedingungen dort körperlich und mental bewältigt, ist auch für eine Grand-Prix-Distanz an nahezu jedem anderen Ort gerüstet.
Die Grundlage entsteht bereits vor Saisonbeginn durch gezieltes Ausdauertraining. Während der Sommerpause intensivieren die Fahrer häufig ihr Trainingsprogramm, um den Körper auf die extremen Bedingungen in Singapur vorzubereiten.



Der Zeitplan des Nachtrennens bringt eine weitere Herausforderung mit sich. Die Teams bleiben in Singapur im europäischen Tagesrhythmus, damit Fahrer und Mitarbeiter am Abend möglichst wach und leistungsfähig sind.
Die Fahrer schlafen bis in den Vormittag, stehen nach der Mittagszeit auf, fahren am Nachmittag an die Strecke und beenden ihren Tag gegen 4:00 Uhr morgens. Bei einer direkten Anreise aus Europa hilft dieser Rhythmus normalerweise dabei, die Auswirkungen des Jetlags zu reduzieren. In diesem Jahr ist die Situation anders: Direkt vor Singapur fand der Große Preis von Bahrain tagsüber in Malaysia statt. Malaysia und Singapur liegen in derselben Zeitzone. Vor dem Rennwochenende muss der Tagesrhythmus deshalb erneut angepasst werden.

Eine Runde auf dem Marina Bay Street Circuit verlangt Präzision. Die Mauern liegen nur Zentimeter neben der Ideallinie, während die Bodenwellen der im Alltag genutzten Straßen zusätzliche Unruhe in den Rennwagen bringen. Entscheidend sind Traktion, spätes und kontrolliertes Bremsen sowie die Konzentration über die gesamte Runde.

Die Temperatur im Cockpit eines F1® Rennwagens kann beim Großen Preis von Singapur 60 °C überschreiten. Die Fahrer absolvieren das Rennen unter diesen Bedingungen in Rennanzug und Helm.

Singapur liegt nahe am Äquator und weist ganzjährig eine hohe Luftfeuchtigkeit auf. Werte von 80% sind am Rennabend keine Seltenheit und erhöhen die gefühlte Temperatur zusätzlich.

So viele Safety-Car- und Virtual-Safety-Car-Phasen gab es insgesamt bei den bislang 16 ausgetragenen Grands Prix in Singapur. 2024 und 2025 waren die ersten beiden Rennen ohne eine Safety-Car-Unterbrechung.

Während des Großen Preises von Singapur können Fahrer bis zu 4 kg Körpergewicht verlieren.

Das Trinksystem eines F1® Rennwagens fasst typischerweise 1,5 Liter. Es unterstützt die Flüssigkeitsversorgung während des Rennens, kann den gesamten Flüssigkeitsverlust über die Renndistanz jedoch nicht ausgleichen.

Der längste Streckenabschnitt zwischen zwei Bremspunkten auf dem Marina Bay Street Circuit misst weniger als 650 m. Entsprechend kurz sind die Erholungsphasen während einer Runde.

Für F1® Rennen gilt ein Zeitlimit von zwei Stunden. Der Große Preis von Singapur hat dieses Limit bereits fünfmal erreicht.
Der Große Preis von Singapur wurde im vergangenen Jahr erstmals von der FIA als „Heat Hazard“ eingestuft. Eine zu Beginn der Saison 2025 eingeführte Regel erlaubt besondere Maßnahmen, wenn die Wettervorhersage für das Rennwochenende Temperaturen von mindestens 31 °C erwarten lässt. Unter diesen Bedingungen können die Teams ein spezielles Kühlsystem einsetzen, um die körperliche Belastung der Fahrer während des Rennens zu reduzieren.
Das System besteht aus einer Pumpe, Leitungen und einem thermischen Speicher. Gekühlte Flüssigkeit fließt durch Schläuche in einer speziell angepassten feuerfesten Weste und kühlt so den Körper des Fahrers. Ob das System tatsächlich genutzt wird, bleibt dem Fahrer überlassen. Wird ein „Heat Hazard“ ausgerufen, müssen jedoch alle Komponenten in jedem Rennwagen verbaut sein. Dadurch entsteht kein Gewichtsvorteil für Fahrer, die auf das Kühlsystem verzichten.


Wie bereits der Große Preis von Bahrain am vergangenen Wochenende in Malaysia dürfte auch der Große Preis von Singapur 2026 von der FIA als „Heat Hazard“ eingestuft werden. Die zusätzlichen Maßnahmen können die Belastung jedoch nur begrenzen. Singapur bleibt die körperlich anspruchsvollste Aufgabe der Saison, weshalb die Vorbereitung vor dem Rennwochenende entscheidend ist.
Auch das Team passt seine Abläufe in Garage und Hospitality an die Bedingungen an. Zusätzliche Ventilatoren sorgen für mehr Kühlung, Eis am Stiel steht bereit und hinter den Garagen werden Eisbäder eingerichtet. Nach den Sessions können die Fahrer damit ihre Körperkerntemperatur wieder senken.
Nach Monaten gezielter Vorbereitung ist Audi Revolut F1® Team bereit für eines der körperlich anspruchsvollsten Rennwochenenden im Kalender.


GP von Singapur

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Die adidas x Singapur-Kollektion. Eine Stadt, geprägt von verschiedenen Kulturen, Kontrasten und ständiger Bewegung.
Herzstück des Designs ist eine Löwengrafik. Vorbild sind die Wächterlöwen, die in Singapur vor vielen Tempeln und Pagoden stehen. Sie gelten als Symbole für Schutz und Stärke.