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Close up of Audi Revolut F1® Team driver Gabriel Bortoleto inside the garage sweating
08. Oktober 2026

Was die Hitze von Singapur mit dem Körper eines F1® Fahrers macht.

Der Große Preis von Singapur ist die härteste körperliche Belastungsprobe der Saison. Doch wie bereiten sich die Fahrer von Audi Revolut F1® Team auf dieses Rennwochenende vor?

Der Große Preis von Singapur stellt die Fahrer körperlich vor die größte Herausforderung der Formel 1® Saison. Das ursprüngliche Nachtrennen der Formel 1® findet zwar unter Flutlicht statt, doch die späte Startzeit macht die Bedingungen für die Fahrer keineswegs einfacher. 

Der Stop-and-Go-Charakter des Marina Bay Street Circuit verlangt in jeder Kurve höchste Präzision. Harte Bremszonen treffen auf unebenen Asphalt, der im Alltag vom normalen Straßenverkehr genutzt wird. Über die gesamte Renndistanz gibt es kaum Gelegenheit, sich im Cockpit zu erholen. 

Hinzu kommen die tropischen Bedingungen. Hohe Luftfeuchtigkeit, extreme Temperaturen im Cockpit und kaum Möglichkeiten zur Abkühlung verschärfen die körperliche Belastung zusätzlich. 

Singapur skyline outside a skyscraper building window

Auch die Renndauer spielt eine Rolle. Safety-Car-Phasen und die vergleichsweise niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit bringen den Großen Preis von Singapur regelmäßig in die Nähe des Zwei-Stunden-Limits. Das Rennen im vergangenen Jahr war das bislang kürzeste in Singapur. Selbst dieses dauerte eine Stunde und 40 Minuten und damit länger als die meisten bisher in dieser Saison ausgetragenen Grands Prix. 

Backshot of Audi Revolut F1® Team drivers Nico Hulkenberg and Gabriel Bortoleto at the Singapore GP 2026

Vorbereitung auf den Härtetest.

Fragt man einen F1® Fahrer, welches Rennen die intensivste Vorbereitung verlangt, fällt die Antwort häufig auf Singapur. Wer die Bedingungen dort körperlich und mental bewältigt, ist auch für eine Grand-Prix-Distanz an nahezu jedem anderen Ort gerüstet. 

Die Grundlage entsteht bereits vor Saisonbeginn durch gezieltes Ausdauertraining. Während der Sommerpause intensivieren die Fahrer häufig ihr Trainingsprogramm, um den Körper auf die extremen Bedingungen in Singapur vorzubereiten. 

Audi Revolut F1® Team members standing together in the Singapore paddock.

Audi Revolut F1® Team member looking across the paddock during the Singapore Grand Prix.
Audi Revolut F1® Team member working in the heat during the Singapore Grand Prix.

Ein anderer Rhythmus.

Der Zeitplan des Nachtrennens bringt eine weitere Herausforderung mit sich. Die Teams bleiben in Singapur im europäischen Tagesrhythmus, damit Fahrer und Mitarbeiter am Abend möglichst wach und leistungsfähig sind. 

Die Fahrer schlafen bis in den Vormittag, stehen nach der Mittagszeit auf, fahren am Nachmittag an die Strecke und beenden ihren Tag gegen 4:00 Uhr morgens. Bei einer direkten Anreise aus Europa hilft dieser Rhythmus normalerweise dabei, die Auswirkungen des Jetlags zu reduzieren. In diesem Jahr ist die Situation anders: Direkt vor Singapur fand der Große Preis von Bahrain tagsüber in Malaysia statt. Malaysia und Singapur liegen in derselben Zeitzone. Vor dem Rennwochenende muss der Tagesrhythmus deshalb erneut angepasst werden. 

Audi Revolut F1® Team on the Andaz Hotel in SIngapore at rainy weather

Singapur in Zahlen.

Eine Runde auf dem Marina Bay Street Circuit verlangt Präzision. Die Mauern liegen nur Zentimeter neben der Ideallinie, während die Bodenwellen der im Alltag genutzten Straßen zusätzliche Unruhe in den Rennwagen bringen. Entscheidend sind Traktion, spätes und kontrolliertes Bremsen sowie die Konzentration über die gesamte Runde.

Cockpit Close up of Audi Revolut F1® Team driver Nico Hulkenberg

Über 60 °C

Die Temperatur im Cockpit eines F1® Rennwagens kann beim Großen Preis von Singapur 60 °C überschreiten. Die Fahrer absolvieren das Rennen unter diesen Bedingungen in Rennanzug und Helm.

Audi Revolut F1® Team in the paddock during rain

80%

Singapur liegt nahe am Äquator und weist ganzjährig eine hohe Luftfeuchtigkeit auf. Werte von 80% sind am Rennabend keine Seltenheit und erhöhen die gefühlte Temperatur zusätzlich.

Audi Revolut F1® Team member in the pit lane

27

So viele Safety-Car- und Virtual-Safety-Car-Phasen gab es insgesamt bei den bislang 16 ausgetragenen Grands Prix in Singapur. 2024 und 2025 waren die ersten beiden Rennen ohne eine Safety-Car-Unterbrechung.

Audi Revolut F1® Team driver Gabriel Bortoleto speaking with a team member

4 kg

Während des Großen Preises von Singapur können Fahrer bis zu 4 kg Körpergewicht verlieren.

Audi Revolut F1® Team driver Nico Hulkenberg in the paddock

1,5 Liter

Das Trinksystem eines F1® Rennwagens fasst typischerweise 1,5 Liter. Es unterstützt die Flüssigkeitsversorgung während des Rennens, kann den gesamten Flüssigkeitsverlust über die Renndistanz jedoch nicht ausgleichen.

Audi Revolut F1® Team turn 14 at the Marina Bay City Circuit at the Singapore GP 2026

644 m

Der längste Streckenabschnitt zwischen zwei Bremspunkten auf dem Marina Bay Street Circuit misst weniger als 650 m. Entsprechend kurz sind die Erholungsphasen während einer Runde.

Audi R26 on track at the Bahrain Grand Prix

2 Stunden

Für F1® Rennen gilt ein Zeitlimit von zwei Stunden. Der Große Preis von Singapur hat dieses Limit bereits fünfmal erreicht.

Wenn die Hitze zum offiziellen Faktor wird.

Der Große Preis von Singapur wurde im vergangenen Jahr erstmals von der FIA als „Heat Hazard“ eingestuft. Eine zu Beginn der Saison 2025 eingeführte Regel erlaubt besondere Maßnahmen, wenn die Wettervorhersage für das Rennwochenende Temperaturen von mindestens 31 °C erwarten lässt. Unter diesen Bedingungen können die Teams ein spezielles Kühlsystem einsetzen, um die körperliche Belastung der Fahrer während des Rennens zu reduzieren. 

Das System besteht aus einer Pumpe, Leitungen und einem thermischen Speicher. Gekühlte Flüssigkeit fließt durch Schläuche in einer speziell angepassten feuerfesten Weste und kühlt so den Körper des Fahrers. Ob das System tatsächlich genutzt wird, bleibt dem Fahrer überlassen. Wird ein „Heat Hazard“ ausgerufen, müssen jedoch alle Komponenten in jedem Rennwagen verbaut sein. Dadurch entsteht kein Gewichtsvorteil für Fahrer, die auf das Kühlsystem verzichten. 

Audi Revolut F1® Team member seen from behind in teamwear in the paddock.
Audi Revolut F1® Team mechanic working beside the Formula 1 car in the garage.

Abkühlung abseits der Strecke.

Wie bereits der Große Preis von Bahrain am vergangenen Wochenende in Malaysia dürfte auch der Große Preis von Singapur 2026 von der FIA als „Heat Hazard“ eingestuft werden. Die zusätzlichen Maßnahmen können die Belastung jedoch nur begrenzen. Singapur bleibt die körperlich anspruchsvollste Aufgabe der Saison, weshalb die Vorbereitung vor dem Rennwochenende entscheidend ist. 

Auch das Team passt seine Abläufe in Garage und Hospitality an die Bedingungen an. Zusätzliche Ventilatoren sorgen für mehr Kühlung, Eis am Stiel steht bereit und hinter den Garagen werden Eisbäder eingerichtet. Nach den Sessions können die Fahrer damit ihre Körperkerntemperatur wieder senken. 

Nach Monaten gezielter Vorbereitung ist Audi Revolut F1® Team bereit für eines der körperlich anspruchsvollsten Rennwochenenden im Kalender.

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