User ProfileUser Profile
BurgerBurger
Black and white archive footage of two smiling drivers in Dunlop overalls with flowers
29. Oktober 2026

Hermanos Rodriguez:
Die Brüder aus Mexiko-Stadt.

An diesem Wochenende tritt Audi Revolut F1® Team erstmals beim Großen Preis von Mexiko-Stadt an. Die Strecke erinnert an die berühmtesten Rennfahrerbrüder des Landes. Das ist ihre Geschichte.

Anfang der 1940er-Jahre kamen im wohlhabenden Viertel Nueva Anzures in Mexiko-Stadt zwei Brüder zur Welt, die später eine ganze Nation für den Motorsport begeistern sollten. Pedro Rodriguez, der Ältere, wurde 1940 geboren, sein jüngerer Bruder Ricardo zwei Jahre später, 1942.

Schon als Kinder fuhren die beiden Radrennen, und das mit Erfolg. Noch vor seinem zehnten Geburtstag startete Pedro bei nationalen Radrennen. Bald stieg er aufs Motorrad um, Ricardo folgte ihm kurz darauf. In ihren frühen Rennjahren feierten beide Erfolge. Das Geld dafür kam von ihrem wohlhabenden, bestens vernetzten Vater.

Die nationalen Motorradtitel waren nur ein Sprungbrett, denn das eigentliche Ziel hieß Autorennsport. Den Umstieg meisterten beide wie selbstverständlich, obwohl Ricardo bei seinem internationalen Debüt erst 15 Jahre alt war.

Empty stadium section of the track with red and white kerbs ahead of the Mexico City Grand Prix

1958 hätten sich die Brüder bei den 24 Stunden von Le Mans beinahe einen Rennwagen geteilt. Doch Ricardo war erst 16, und die Veranstalter ließen ihn nicht starten. Pedro ging trotzdem ins Rennen. Sein Partner war allerdings nicht der eigene Bruder, sondern Jose Behra, Bruder des Formel-1®-Fahrers Jean Behra.

Später fuhren die Rodriguez-Brüder noch oft gemeinsam, darunter dreimal in Le Mans. Bei den Langstreckenrennen auf dem Nürburgring und in Sebring standen sie sogar zusammen auf dem Podium.

Black and white archive footage of vintage sports cars racing past a Dunlop bridge at the track

Ricardos Karriere, jäh beendet.

Obwohl Pedro der Ältere war, kam Ricardo zuerst in die Formel 1®. Schon bei seinem Grand-Prix-Debüt für Ferrari zeigte sich, wie viel Talent in ihm steckte. 1961 bestritt er als erster Mexikaner überhaupt ein Rennen in der Formel 1®, zunächst nur ein einziges. Im Jahr darauf kehrte er zurück und holte zweimal Punkte: Platz vier beim Großen Preis von Belgien, Platz sechs beim Großen Preis von Deutschland. In dieser Saison wurde er zum jüngsten Grand-Prix-Starter, zum jüngsten Fahrer in der ersten Startreihe und zum jüngsten Punktesammler. Er konnte es mühelos mit den Weltmeistern seiner Zeit aufnehmen. Dem jungen Mexikaner schien eine große Zukunft bevorzustehen.

Doch Ricardos Geschichte nahm ein tragisches Ende. 1962 fand der erste Große Preis von Mexiko statt, als Rennen ohne WM-Wertung auf der Strecke in Mexiko-Stadt, die damals noch Autodromo Magdalena Mixhuca hieß. Es sollte ein Fest des Motorsports werden, denn die Formel 1® war zum ersten Mal in Mexiko zu Gast. Stattdessen überschattete der Tod des größten Rennstars des Landes das Wochenende.

Da Ferrari nicht antrat, fuhr Ricardo einen Lotus 24 für das Rob Walker Racing Team. Im Training gab er früh die Pace vor. Dann ging er ein letztes Mal auf die Strecke, entschlossen, sich die Bestzeit zu holen. Es kam zur Tragödie. Vermutlich brach die Aufhängung, und Ricardo verunglückte in der berühmten und gefürchteten Peraltada bei hohem Tempo. Der aufstrebende Star wurde nur 20 Jahre alt. Bis heute ist er der jüngste Fahrer, der in der Geschichte der Formel 1® ums Leben kam.

Ricardo starb am 1. November, ausgerechnet an dem Tag, an dem ganz Mexiko den Día de los Muertos feiert. Die Trauer im Land war riesig, Tausende säumten bei seiner Totenwache die Straßen. Doch Mexikos Liebe zur Formel 1® endete damit nicht.

Black and white archive footage of a young driver in a race car surrounded by people

Pedros Zeit beginnt.

Auch Pedro hatte für den Großen Preis von Mexiko 1962 gemeldet. Nach dem tödlichen Unfall seines Bruders zog er seine Meldung zurück. Verständlicherweise dachte er daran, ganz mit dem Rennsport aufzuhören. Er machte dennoch weiter, mutig, wenn auch nicht frei von Zweifeln. Knapp ein Jahr später stand er beim Großen Preis der USA 1963 erstmals in der Formel 1® am Grid.

Zwischen 1963 und 1966 kam er auf eine Handvoll Einsätze. 1967 gehörte er dann fest zum Grid und gewann gleich beim Saisonauftakt in Südafrika sein erstes Rennen.

Pedro war ein stolzer Mexikaner. Nach außen blieb er nach seinem ersten Sieg professionell, innerlich dürfte er gekocht haben. Die Veranstalter hatten weder Noten noch eine Aufnahme der mexikanischen Nationalhymne parat, also spielte die Kapelle den beschwingten Jarabe Tapatío. Eine solch peinliche, klischeehafte Panne auf dem Podium sollte sich nicht wiederholen. Deshalb hatte Pedro von da an überall eine mexikanische Flagge und eine Schallplatte der Nationalhymne dabei.

Black and white photo of the white Yardley BRM car number 8 cornering past photographers at the track

Der Held des Heimrennens.

Mexiko hatte einen neuen Star. In der folgenden Saison wechselte Pedro zu BRM und damit in ein konkurrenzfähigeres Cockpit. Drei Podiumsplätze folgten, ein weiterer Sieg ließ jedoch bis zum Großen Preis von Belgien 1970 auf sich warten. Danach sollte über 50 Jahre lang kein Mexikaner mehr ganz oben auf dem Formel-1®-Podium stehen.

Pedro war fest in der Formel 1® etabliert und hatte in dieser Saison bereits in Spa gewonnen. Entsprechend riesig war der Andrang, als die Königsklasse zum Saisonfinale nach Mexiko kam. Rund 200.000 Fans strömten an die Strecke, und die Massen ließen sich kaum kontrollieren.

Viele Fans waren in gefährliche Bereiche vorgedrungen und standen jenseits der Leitplanken. Fahrer wie der amtierende Weltmeister Jackie Stewart und Pedro selbst baten sie eindringlich, sich zurückzuziehen. Der Start verzögerte sich dadurch um fast zwei Stunden. Dass die Lage außer Kontrolle geriet, war einer der Gründe, weshalb es für 16 Jahre der letzte Große Preis von Mexiko bleiben sollte.

Doch die Geschichte der Brüder nahm noch eine bittere Wendung. Keine acht Monate nachdem die Fans in Mexiko auf einen Heimsieg gehofft hatten, verunglückte Pedro bei einem Sportwagenrennen auf dem Norisring in Deutschland tödlich. Ein technischer Defekt löste den Unfall aus, sein Ferrari ging in Flammen auf. In weniger als zehn Jahren hatte Mexiko beide Formel-1®-Stars verloren – und seinen Grand Prix.

Black and white photo of a vintage race car with number 3 speeding through a corner, motion blurred

Das Erbe der Brüder.

Auf Wunsch des mexikanischen Präsidenten erhielt sie 1962 einen neuen Namen: Autódromo Ricardo Rodríguez. Zehn Jahre später, nach Pedros Tod, wurde sie erneut umbenannt: Autodromo Hermanos Rodriguez.

Wer die Geschichte kennt, weiß: Mit den Rodriguez-Brüdern begann Mexikos ernsthaftes Interesse am Motorsport. Es gab Jahre ohne Großen Preis von Mexiko und Jahre ohne mexikanische Fahrer am Grid. Das Interesse ist trotzdem stetig gewachsen. In den vergangenen Jahren kamen über das Rennwochenende jeweils rund 400.000 Fans an die Strecke, die den Namen der Brüder trägt, um die neueste Generation der Formel 1® zu erleben. Das nächste Kapitel ihres Vermächtnisses wartet darauf, geschrieben zu werden.

Teile die News.
Nico Hulkenberg and Gabriel Bortoleto drivers at the Audi Revolut F1® Team side by side in front of a green and yellow mural, adidas x Audi Revolut F1® Team Sampa Soul collection
adidas x Audi Revolut F1® Team

Out now: die Sampa Soul Collection.

OUT NOW

Sichere dir jetzt deine limitierten Pieces.

Die adidas Sampa Soul Collection fängt den Puls einer Bewegung ein, die Kontinente und Straßen auf der ganzen Welt verbindet. Für alle, die nicht einfach nur mithalten, sondern den Rhythmus vorgeben.

Audi Revolut F1® Team adidas Sampa Soul Collection jersey detail shots

AUDI REVOLUT F1® TEAM

SAMPA SOUL AUTHENTIC
FAHRER T-SHIRT

Round 19 Mexico GP Mexico City
News & Updates

R19 | Großer Preis
von Mexiko-Stadt

Sei unter den Ersten, die es erfahren.

GP verfolgen
News & Media

Alles im Fokus.

Das Neueste von Audi Revolut F1® Team.

Black and white archive footage of two smiling drivers in Dunlop overalls with flowers

GP von Mexiko-Stadt

Die Brüder aus
Mexiko-Stadt.

Cockpit Close up of Audi Revolut F1® Team driver Nico Hulkenberg

GP von Bahrain

Das war
das Rennen.

Audi Revolut F1® Team garage impressions

GP von Bahrain

Malaysia auf
einen Blick.

Audi Revolut F1® Team Malaysia postcard

GP von Bahrain

9 Dinge, die du
noch nicht wusstest.

Audi Revolut F1® Team Azerbaijan Grand Prix 2026 Postcard

GP von Aserbaidschan

Bakus
Altstadt.

Aerial drone view of Circuit Zandvoort, showing the full Dutch Grand Prix circuit winding through the coastal dunes near the North Sea.

GP der Niederlande

Tanz durch
die Dünen.

Audi Revolut F1® Team the 2026 season so far dynamic shots

Saisonrückblick

2026: Unsere
Saison bisher.

Audi Revolut F1® Team Interview with Tom and Allan

Interview

Zwei Legenden,
ein Gespräch

Audi Revolut F1® Team Hungarian GP 2026 postcard

GP von Ungarn

Der Fan-Guide
für Budapest.

Aerial drone footage sweeping over the Hungaroring circuit and its wooded surroundings ahead of the Audi Revolut F1® Team Hungarian Grand Prix

GP von Ungarn

Überholen will
verdient sein.

Panoramic view of the Belgian countryside with green fields overlooking the Circuit de Spa-Francorchamps in the distance.

GP von Belgien

Spa: Prüfstein
der Formel 1®.

Close-up of LEGO brick texture and Audi Revolut F1® Team branding embedded into the kart body.

GP von Großbritannien

Der andere
Audi R26.

Nico Hulkenberg takes the camera leaning back while seated, in a cozy appartment

Exklusiv für die Community

Eine Kamera, zwei
Fahrerperspektiven.