
GP von Bahrain

Seit 2017 stand Sepang nicht mehr im F1® Kalender. In seinen Jahren in der Königsklasse hat der malaysische Kurs jedoch einige besondere Momente erlebt. Von Premieren bis zu ungewöhnlichen Zwischenfällen – hier sind neun Fakten über Sepang, die du vielleicht noch nicht kanntest.
2002 wurde in Sepang die erste Durchfahrtsstrafe in der Geschichte der F1® ausgesprochen. Juan Pablo Montoya kollidierte in der ersten Runde mit Michael Schumacher und erhielt die neue Strafe, die zu Saisonbeginn ins Reglement aufgenommen worden war.
Die Durchfahrtsstrafe sollte Vergehen ahnden, die nicht schwerwiegend genug für eine Zehn-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe waren. Trotz der zusätzlichen Fahrt durch die Boxengasse beendete Montoya das Rennen auf Platz zwei.

Sepang zählt zu den Regionen Malaysias, in denen besonders häufig Blitze auftreten. Das tropische und feuchte Klima macht das Wetter an einem Rennwochenende schwer vorhersehbar. Rund um den Sepang International Circuit können Gewitter innerhalb kurzer Zeit entstehen.
Daten einer Wetterstation am nahe gelegenen Flughafen Kuala Lumpur zeigen, wie ausgeprägt das Phänomen ist. In jedem Jahr zwischen 2015 und 2024 wurden dort an mehr als 300 Tagen Blitze registriert – der höchste Wert unter 14 vergleichbaren Wetterstationen im Land.


Brawn GP dominierte den Beginn der Saison 2009. Beim zweiten Saisonlauf in Malaysia holte Jenson Button seinen zweiten Sieg in Folge. Ein tropisches Unwetter führte jedoch zum Rennabbruch. Wegen der einsetzenden Dunkelheit am späten Nachmittag wurde das Rennen nicht mehr gestartet. Der Große Preis von Malaysia 2009 gehört damit zu den wenigen Rennen in der Geschichte der F1®, bei denen nur halbe Punkte vergeben wurden.
Dabei hätte Button bei einem Neustart gar nicht mehr antreten können. Während das Feld auf einen möglichen Restart wartete, trat an seinem Rennwagen in der Startaufstellung ein technischer Defekt auf, der eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hätte.

Der Sepang International Circuit wurde mehrfach neu asphaltiert, besonders umfangreich 2007 und 2016. Nach dem bislang letzten F1® Rennen auf der Strecke folgte 2023 zudem eine teilweise Erneuerung des Belags.
Dabei kam jeweils eine spezielle Bitumenmischung zum Einsatz, die den Asphalt auch unter den hohen Temperaturen und extremen Wetterbedingungen möglichst stabil und eben halten soll. Konkret handelt es sich um Shell PG76, ein Material, das häufig auf Start- und Landebahnen von Flughäfen eingesetzt wird und für hohe Belastungen und Temperaturen ausgelegt ist.

Alex Yoong aus Kuala Lumpur ist bis heute der einzige malaysische Fahrer, der in der Formel 1® angetreten ist. Gleichzeitig bleibt er der einzige Lokalmatador, der am Großen Preis von Malaysia teilgenommen hat.
2002 ging Yoong für Minardi vom letzten Startplatz ins Rennen. Das Ziel erreichte er nicht. Kurz nach der Rennhälfte musste er seinen Rennwagen am Streckenrand abstellen, nachdem er den vierten, fünften und sechsten Gang verloren hatte.


Manche Elemente der Formel 1® sind heute so selbstverständlich, dass ihre Ursprünge kaum noch auffallen. Die farbliche Kennzeichnung der Reifen gehört dazu. Zur Saison 2007 wurde eine neue Regel eingeführt, nach der die Fahrer während eines Grand Prix sowohl die harte als auch die weiche Reifenmischung einsetzen mussten. Heute lassen sich die verschiedenen Mischungen anhand farbiger Markierungen sofort unterscheiden. Zu Beginn der neuen Regelung war jedoch noch nicht eindeutig gelöst, wie Zuschauer an der Strecke und vor dem Fernseher die Mischungen auseinanderhalten sollten.
Beim Großen Preis von Malaysia 2007 wurden deshalb erstmals weiße Streifen auf den Reifen angebracht. Sie sollten die unterschiedlichen Strategien leichter erkennbar machen. Da die F1® damals noch mit Rillenreifen fuhr, befand sich der weiße Streifen im Profil und nicht auf der Reifenflanke.

Malaysia hat in seiner Zeit im F1® Kalender nie ein echtes WM-Finale ausgetragen. Bei der Premiere 1999 wäre der Titelkampf allerdings beinahe vorzeitig in Sepang entschieden worden.
Ferrari erzielte beim Großen Preis von Malaysia einen Doppelsieg. Damit blieb der Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft zwischen Eddie Irvine und Mika Häkkinen bis zum Saisonfinale offen.
Nach dem Rennen wurden beide Ferrari jedoch wegen Unregelmäßigkeiten an den Bargeboards disqualifiziert. Durch diese Entscheidung war Häkkinen für kurze Zeit Weltmeister. Ferrari legte Einspruch ein und bekam eine Woche später Recht. Die Abweichung an den Bargeboards lag laut Urteil innerhalb einer zulässigen Toleranz von 5 mm. Die Disqualifikation wurde aufgehoben und die WM-Entscheidung fiel wie ursprünglich erwartet beim Saisonfinale in Japan.


Bei seinen ersten beiden Auftritten im F1® Kalender fand der Große Preis von Malaysia gegen Ende der Saison statt. 2001 rückte das Rennen auf den zweiten Saisonlauf vor.
Dadurch lagen zwischen den Rennen 2000 und 2001 in Sepang lediglich 147 Tage. Damals war das ein neuer Rekord für den kürzesten Zeitraum zwischen zwei Rennen auf derselben Strecke.
Erst 2020 wurde dieser Wert unter außergewöhnlichen Umständen unterboten. Im durch die Coronavirus-Pandemie veränderten Kalender trug der Red Bull Ring in Österreich innerhalb von nur sieben Tagen zwei Rennen aus.

Der Große Preis von Malaysia 2003 brachte zwei später prägenden Fahrern der Formel 1® jeweils eine Karrierepremiere. Fernando Alonso holte am Samstag seine erste Pole-Position. Am Sonntag feierte Kimi Räikkönen seinen ersten Sieg in der F1®.
Erst zum sechsten Mal in der Geschichte der Formel 1® gelangen zwei verschiedenen Fahrern ihre jeweils erste Pole-Position und ihr erster Sieg am selben Grand-Prix-Wochenende. Seitdem gab es das nur noch einmal. Beim Großen Preis von São Paulo 2022 sicherte sich Kevin Magnussen die Pole-Position, während George Russell das Rennen gewann.



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Die adidas x Singapur-Kollektion. Eine Stadt, geprägt von verschiedenen Kulturen, Kontrasten und ständiger Bewegung.
Herzstück des Designs ist eine Löwengrafik. Vorbild sind die Wächterlöwen, die in Singapur vor vielen Tempeln und Pagoden stehen. Sie gelten als Symbole für Schutz und Stärke.
