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Während Audi Revolut F1® Team erstmals in Austin antritt, erzählen wir die Geschichte, wie sich der Große Preis der USA auf dem Circuit of The Americas zu einer der größten Veranstaltungen der Formel 1® entwickelt hat.
Der Circuit of The Americas vor den Toren von Austin, Texas, ist seit 14 Jahren Austragungsort des Großen Preises der USA. Der Erfolg der Strecke ist bemerkenswert, denn die Formel 1® hatte lange Schwierigkeiten, sich dauerhaft in den Vereinigten Staaten zu etablieren. Inzwischen sind zwei weitere Rennen in Nordamerika zum Kalender hinzugekommen.
Der Weg zum Erfolg war nicht einfach. Heute gehört das Rennwochenende in Austin jedoch zu den beliebtesten Veranstaltungen im Kalender. Es feiert die besondere Identität der Stadt und wächst von Jahr zu Jahr weiter.


Als der Vertrag mit dem bisherigen Austragungsort 2007 auslief, hatte sich die Formel 1® unter schwierigen Umständen aus den Vereinigten Staaten verabschiedet. Zwei Jahre zuvor hatte ein Reifenfiasko dazu geführt, dass beim Großen Preis der USA 2005 nur sechs Rennwagen an den Start gingen. Die Zuschauerzahlen waren bereits rückläufig. Der Vorfall war ein weiterer Rückschlag für die Zukunft der Formel 1® auf dem Indianapolis Motor Speedway.
Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, schlug die Stunde von Austin. Ein Grundstück im Travis County, das ursprünglich für das neue Wohngebiet Wandering Creek vorgesehen war, erhielt 2010 eine völlig neue Bestimmung: Pläne für eine neue Rennstrecke wurden vorgestellt. Am letzten Tag des Jahres begannen die Bauarbeiten. Weniger als zwei Jahre später kehrte die Formel 1® trotz finanzieller Schwierigkeiten und Bauverzögerungen in die Vereinigten Staaten zurück.
Zum Debüt des Circuit of The Americas im Formel 1® Kalender beim Großen Preis der USA 2012 kamen über das dreitägige Rennwochenende 265.000 Fans. Die Strecke, deren Layout von einigen der berühmtesten Rennstrecken der Welt inspiriert war, kam auf Anhieb gut an. Die Zukunft sah vielversprechend aus.
Auch in den ersten Jahren blieb der Rennsport auf dem COTA beliebt, doch die Zuschauerzahlen gingen zurück. 2015 sorgte schlechtes Wetter während des Rennwochenendes für einen neuen Tiefstand von 224.000 Besuchern. Alle Voraussetzungen für den Erfolg des COTA waren vorhanden. Doch die Zweifel nach dem verregneten Wochenende, gekürzte staatliche Fördermittel und Schäden durch einen Sturm kurz nach dem Rennen 2015 machten deutlich: Texas musste größer denken.

Wer eine Liste möglicher Retter von Formel 1® Grands Prix erstellen würde, hätte Taylor Swift vermutlich nicht ganz oben stehen. Doch 2016 spielte sie genau diese Rolle. Der COTA hatte bereits damit begonnen, das Renngeschehen am Wochenende durch Konzerte bekannter Künstler zu ergänzen. 2014 war Duran Duran der Hauptact, 2015 trat Elton John auf.
2016 gelang den Streckenbetreibern ein besonderer Coup: Sie nahmen ein Konzert von Taylor Swift ins Unterhaltungsprogramm auf. Ihr Auftritt am Samstagabend direkt an der Strecke sollte ihr einziges Livekonzert des Jahres bleiben. Die Idee dahinter war, mit dem Konzert ein völlig neues Publikum für das Rennen in Austin zu gewinnen. Auch Menschen aus anderen Bundesstaaten sollten angesprochen werden, die ihr Interesse an der Formel 1® möglicherweise erst noch entdecken würden.
Der Plan ging auf. Das Konzert zog schätzungsweise 80.000 Besucher an. Die Gesamtbesucherzahl des Rennwochenendes stieg auf den Rekordwert von 270.000. Das waren fast 50.000 mehr als im Vorjahr. Konzerte an der Strecke wurden daraufhin zu einem festen Bestandteil des COTA-Wochenendes. In den folgenden Jahren standen unter anderem Stevie Wonder, Justin Timberlake, Pink, Bruno Mars und Britney Spears als Hauptacts auf der Bühne. Die Zuschauerzahlen blieben stabil. Dann kam die Coronapandemie.

2020 konnte die Formel 1® wegen Reisebeschränkungen und Lockdown-Regeln nicht auf dem COTA antreten. Für die Strecke erwies sich die Situation als Glück im Unglück. Während des Lockdowns verbrachten Millionen Amerikaner ihre Zeit damit, die Netflix-Serie Drive to Survive anzuschauen. Dadurch entdeckte ein völlig neues Publikum seine Begeisterung für die Königsklasse des Motorsports.
Im folgenden Jahr kehrte die Formel 1® zurück und war beliebter denn je. Bereits für das abgesagte Rennen 2020 gekaufte Tickets behielten 2021 ihre Gültigkeit. Gleichzeitig versuchte das neu gewonnene Publikum, die verbliebenen Plätze zu ergattern. Das Ergebnis: 400.000 Besucher über das gesamte Wochenende. Es war der bis dahin höchste Wert in der Geschichte des COTA und lag fast 150.000 über dem Rennwochenende 2019.
Danach stiegen die Zahlen weiter. Im folgenden Jahr kamen noch einmal 40.000 Besucher hinzu. 2022 wurde Miami in den Rennkalender aufgenommen, 2023 folgte Las Vegas. Trotzdem blieb der COTA das bestbesuchte dieser Rennen, mit weiterhin mehr als 400.000 Besuchern pro Wochenende. Austin besitzt eine besondere Anziehungskraft. Der Platz der Stadt im Formel 1® Kalender ist inzwischen bis 2034 gesichert.


Die Identität Austins ist am Rennwochenende überall spürbar. In den Fanbereichen präsentiert sich die texanische Kultur beim Großen Preis der USA einem internationalen Publikum. Dazu gehören thematisch gestaltete Aktivitäten, Stände mit authentischem Texas-Barbecue und ein erweitertes Musikprogramm, das an die lebendige Livemusikszene erinnert, für die Austin bekannt ist.
In diesem Jahr wird an der Strecke ein 23 Meter großer Cowboyhut ausgestellt, der Teil eines Weltrekordversuchs ist. Unter dem Hut befindet sich eine Bar im Westernstil. Draußen treten lokale Musiker im Rahmen der etablierten Konzertreihe „American Soundtrack“ auf. Auch die Fahrer werden den texanischen Stil mit ihrer Kleidung sicherlich aufgreifen. Gleichzeitig will die Rennstrecke dafür sorgen, dass die Veranstaltung dem inoffiziellen Stadtmotto „Keep Austin Weird“ gerecht wird.

Auch das Gelände rund um den COTA macht die Strecke zu einem besonderen Austragungsort im Rennkalender. Mit dem markanten Aussichtsturm, der riesigen „SuperStage“ und dem Amphitheater verfügt der COTA bereits über beeindruckende Einrichtungen. Dennoch wird weiter in die Zukunft investiert. In diesem Jahr erwarten die Fans einige neue Attraktionen an der Strecke.
Zwischen den Kurven 19 und 20 liegt der neue Freizeitpark COTALAND, der erst im vergangenen Monat eröffnet wurde. Er bietet mehr als 30 Fahrgeschäfte, darunter die einzige Tilt-Achterbahn in Texas sowie die erste Achterbahn der USA, die über eine für den Verkehr freigegebene Straße führt. Fans vor Ort können für das Rennwochenende Armbänder erwerben, mit denen sie die Fahrgeschäfte unbegrenzt nutzen können. Damit kommt eine weitere Attraktion zum COTA-Erlebnis hinzu.



Eine weitere große optische Veränderung ist in diesem Jahr der Bau eines neuen, exklusiven Clubhauses namens „The Circuit“ am oberen Ende von Kurve 1. Die Eröffnung ist für das kommende Jahr geplant. Das Gebäude ist eine weitere bedeutende Investition der Eigentümer in die Infrastruktur der Rennstrecke. Auch ein neues Hotel ist in Planung.
Neben den Investitionen abseits der Rennstrecke setzt der COTA auch auf die sportliche Zukunft. Beim Großen Preis der USA 2026 öffnet die Strecke erstmals bereits am Donnerstag für Aktivitäten auf der Rennstrecke.
Die F1® Academy, in der auch Emma Felbermayr aus dem Audi Driver Development Programme antritt, absolviert am Donnerstag ihr Training und Qualifying. Fans können außerdem bei einem Rundgang durch die Boxengasse einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Attraktionen der F1® Fan Zone besuchen.
Die neue Initiative „Grand Prixview Thursday“ ist für Inhaber eines Drei-Tages-Tickets kostenlos. Fans ohne Wochenendticket können bereits ab 20 US-Dollar dabei sein.

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